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    Wenn es schlecht gelaufen ist.

    Wenn's mehr als geknallt hat: Welche Versicherung hilft aus der Patsche?

    Wenn in der Silvesternacht wieder Millionen gegen den Himmel gejagt werden, dann ist dieses Vergnügen, durchaus nicht immer »himmlisch«. Denn ob ein Feuerwerkskörper die Wohnung in Brand setzt oder ob eine Rakete den Verlust eines Auges bedeutet. Die finanziellen Folgen machen zusätzlich nüchtern. Wer kommt für solche Schäden auf?

    Hausratversicherung: Ein Tischfeuerwerkskörper hat die Einrichtung in Brand gesetzt. Bei größeren »Geschossen« könnte es Probleme mit der Versicherung geben. Stichwort: grobe Fahrlässigkeit.

    Wohngebäudeversicherung: Ein Feuerwerkskörper hat am Haus (also nicht nur an Einrichtungsgegenständen) durch Brand Schäden angerichtet. Das gilt zum Beispiel auch, wenn ein Hausbriefkasten als »Rampe« für einen Chinakracher gedient hat - jedenfalls theoretisch; die Versicherung könnte sich in einem solchen Fall aber ebenfalls sperren" weil sie grobe Fahrlässigkeit unterstellen kann.

    Private Haftpflichtversicherung: Ein Partygast hat in der Wohnung durch Feuerwerkskörper Schaden angerichtet. Ein Knaller landet in einer Zuschauergruppe. Ein Kind hantiert ungeschickt (oder übermütig) mit Knallfröschen und Raketen.

    Teilkaskoversicherung: Passanten haben Brand- oder Explosionsschäden an einem Auto angerichtet und sich (unerkannt) entfernt.

    Vollkaskoversicherung: Ein Auto ist im Übermut oder böswillig beschädigt worden, und der »Täter« kann nicht ermittelt werden.

    Krankenversicherung: Wegen eines »verirrten« Feuerwerkskörpers muss ein Arzt (vielleicht sogar ein Krankenhaus) aufgesucht werden. Die Krankenkasse wird sich -  wenn es einen »Schuldigen« geben sollte - das Geld von ihm wiederholen.

    Private Unfallversicherung: Ein Feuerwerkskörper hat einen bleibenden Schaden angerichtet, etwa einen abgerissenen Finger, weil ein Knallkörper nicht schnell genug weggeworfen wurde. Hier könnte die Versicherung allerdings die Frage nach der »Bewusstseinsstörung« (Wie viel Promille Alkohol im Blut?) stellen.

    Hundehalter-Haftpflichtversicherung: Der Hund Max ist von dem Krach um ihn herum «irritiert» und beißt der Nachbarsfrau in die Wade. Dabei wird nicht gefragt, ob sein Besitzer alle Vorsicht hat walten lassen, dass solches nicht passiert (Haftung auch ohne Verschulden).

    Generell gilt, so vor Jahren der Bundesgerichtshof M ZR 71/84): In der Silvesternacht muss sich jeder in der Nähe von Leuten mit Feuerwerkskörper bewusst sein, dass nicht alle vorsichtig mit den gefährlichen Dingern umgehen. Deshalb führt eine Verletzung, die andere verursachen, nicht immer zu einem Ersatzanspruch (etwa: Schmerzensgeld). Es kommt - wie so oft - auf den Einzelfall an.
    Deshalb: Im Zweifel besser das Feuerwerk vom Fenster aus ansehen.

 

MP3 zum Thema Sylvester

Aktualisiert am  15.05.2017

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